Kammermusik am 11.9. und musikalischer Stadtspaziergang am 13.9.

Herzliche Einladung zu zwei Veranstaltungen diese Woche: Am Freitag um 20 Uhr findet in der Passionskirche ein Konzert für Violine und Cembalo statt, am 13.9. (sozusagen als Outdoor-Programm zum Tag des Offenen Denkmals) ein musikalischer Stadtspaziergang durch die historische Mitte Berlins.
Der Eintritt ist jeweils frei, eine Spende wird erbeten.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3c/Gaertner2.jpg

Freitag, 11. September, 20 Uhr
Kammermusik in der Passionskirche
Englische Musik des 17. Jahrhunderts
Anna Barbara Kastelewicz – Barockvioline
Johannes Stolte – Cembalo
Eintritt frei, Spende erbeten
Anmeldung mit Namen und Kontaktdaten erwünscht unter gemeindebuero@heiligkreuzpassion.de oder 030 691 2007.
Spontaner Besuch bei vorhandenen Plätzen möglich.

Sonntag, 13. September 2020, 14-17 Uhr
Musikalischer Stadtspaziergang
auf den Spuren von Johann Crüger, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Otto Nicolai, Carl Friedrich Zelter u.a.
Treffpunkt: 14 Uhr Nikolaikirche
Wir wollen die historische Mitte Berlins unter dem Blickwinkel des Gesangs und der Chormusik erkunden. Unser Weg wird vom Nikolaiviertel am Dom entlang bis zum historischen Gebäude der Sing-Akademie (heute Gorki-Theater) führen, dabei werden uns fachkundige Gäste etwas zur Bedeutung der Orte erzählen und wir wollen auch Stücke der Komponisten singen, die an diesen Orten gewirkt haben. Auch Nicht-Sänger sind sehr herzlich willkommen!
Leitung: Johannes Stolte
Gäste: Marie-Louise Schneider (Marienkantorin), Christian Filips (Dramaturg der Sing-Akademie)
Anmeldung erforderlich: gemeindebuero@heiligkreuzpassion.de oder 030 691 2007.

Heute (28. August) um 20 und 20.45 Uhr: Konzerte für Gambe solo in der Passionskirche!

Lea Rahel Bader – Viola da Gamba

Wir laden herzlich zu zwei 30-minütigen Kurzkonzerten (gleiches Programm um 20 Uhr und 20.45 Uhr) in die Passionskirche unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregeln ein. Der Eintritt ist frei, eine Spende am Ausgang für die Musiker*innen wird erbeten.

In Werken von Telemann, Marais und Abel wird Lea Rahel Bader dieses besondere Instrument und nur selten solistisch zu hörende Instrument in seiner ganzen Klangvielfalt vorstellen.

Anmeldung bitte mit der Angabe von Uhrzeit, Personenzahl, Name und Adresse im Gemeindebüro: Tel. 030 6912007 oder E-Mail: gemeindebuero@heiligkreuzpassion.de
Kurzentschlossen können spontan dazukommen, wenn Plätze vorhanden sind.

14. August, 20 und 20.45 Uhr in der Passionskirche: Französische Musik!

Élisabeth Jacquet de la Guerre – französische Komponistin des 17. Jahrhunderts

Wir laden am Freitag, den 14. August 2020, um 20 und 20.45 Uhr herzlich zu zwei 30-minütigen Kurzkonzerten in der angenehm temperierten und belüfteten Passionskirche unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsgebote ein. Der Eintritt ist frei, eine Spende am Ausgang für die Musiker*innen wird erbeten.

Dieses Mal erklingen kammermusikalische Werke aus Frankreich für Oboe, Blockflöte, Fagott und Cembalo von E. Jacquet de la Guerre, J. D. Philidor und J.-M. Hotteterre.

Nach Möglichkeit bitten wir um unverbindliche Anmeldung unter Angabe von gewünschter Uhrzeit, Personenzahl, Name und Adresse im Gemeindebüro:
Tel. 030 6912007 oder E-Mail: gemeindebuero@heiligkreuzpassion.de

Kurzentschlossen können auch unangemeldet kommen, wir bitten in diesem Fall um rechtzeitiges Erscheinen zur Aufnahme der Kontaktdaten.

3. Juli, 20 und 20.45 Uhr: Sommerkonzert in der Passionskirche

“Zwischen Himmel und Erde” – Musik des 17. Jahrhunderts aus dem Habsburgerreich

Catherine Aglibut – Barockvioline
Johannes Stolte – Cembalo

Wir laden am Freitag, den 3. Juli 2020, um 20 und 20.45 Uhr herzlich zu zwei 30-minütigen Kurzkonzerten in der Passionskirche unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsgebote ein. Der Eintritt ist frei, eine Spende am Ausgang für die Musiker*innen wird erbeten.

In kammermusikalischen Werken von H.I.F. Biber, J.J. Froberger, J.H. Schmelzer und anderen finden Klage und Hoffnung, Nachdenklichkeit und virtuose Spielfreude ihren Platz – ein wenig Zerstreuung in einem ansonsten wohl ziemlich live-musikarmen Sommer!

Anmeldung bitte mit der Angabe von Uhrzeit, Personenzahl, Name und Adresse im Gemeindebüro: Tel. 030 6912007 oder E-Mail: gemeindebuero@heiligkreuzpassion.de

Kurzentschlossen können dazukommen, wenn noch Plätze vorhanden sind. Ein Facebook-Livestream unter https://www.facebook.com/johannes.stolte.berlin ist geplant, wenn die Technik mitspielt. Dieser ist allerdings nur für Facebook-Freunde zugänglich, bitte ggf. vorher eine

Isolation für Chor & Zoom: Online Premiere am 17. und 24. Juni!

Bild könnte enthalten: Text „Isolation for choir meeting digitally“
Link zum Livestream: https://youtu.be/ethunq6oAA8 oder https://kurzelinks.de/h32n

Am 17.6.2020 und 24.6.2020, jeweils um 20.30 Uhr, können Sie live aus Ihren Wohnzimmern dabei sein, wenn die Chöre der Gemeinde Heilig Kreuz-Passion das Werk “Isolation” von Philip Lawton mit einem Text von Gerard Smyth uraufführen! Es versteht sich als Antwort auf die schwierigen Umstände, in denen sich viele Chöre angesichts der Corona-Pandemie befinden.

Gerard Smyths Gedicht “Isolation” wurde in einer frühen Phase des Lockdowns auf der Titelseite der Irish Times veröffentlicht und gibt einen hoffnungsvollen Blick heraus aus den engen Räumen der Pandemie.

Gerard Smyth: Isolation

Bunched together like a gathering tribe
the daffodils rise again and there are signs
of sun behind the clouds.
We still have bread and books
and songs to keep the radio alive.
A note through the door is a kind surprise
and birds on the branches
of the trees outside stay up late.
The mornings are not so dark,
the internet takes us to the works of art,
tunes us in to Debussy or Paul Simon,
brings us close to the faraway country
where loved ones are.
A kite above someone’s back garden
rises and dips and gives a moment of joy
to a face in the window of isolation.
March 17th-19th, 2020

In Kontrast zu Click-Track-Aufnahmen wurde “Isolation” geschrieben, um online live aufgeführt zu werden. Es nutzt dabei Verzögerungen, Überlagerungen und Klangartefakte, die bei klassischen Chorwerken als störend empfunden werden, um besondere Klänge aus einfachen Melodien entstehen zu lassen.

Chöre rund um die Welt können sich im Moment nicht zum gemeinsamen Singen treffen. Viele weichen auf Videokonferenzsoftware wie Zoom aus, die das gemeinsame Singen oder auch nur gegenseitige Hören nahezu unmöglich macht. “Isolation” geht von diesen Beschränkungen aus und verwandelt sie in notwendige Bestandteile der Aufführung.

Hier erreichen Sie den Livestream zur Uraufführung am 17.6.2020 und zur zweiten Aufführung am 24.6., jeweils um 20.30 Uhr:
https://youtu.be/ethunq6oAA8 oder https://kurzelinks.de/h32n


The two choirs Kantorei and Kammerchor Passion give the online world premiere of “Isolation”, a work from Philip Lawton (with a text by Gerard Smyth) commissioned in response to the challenges of choral singing under the safety restrictions in the age of Covid-19.

Gerard Smyth’s poem, which featured on the front page of the Irish Times early into the lockdown, is a hopeful look out of the unusual and difficult circumstances into which the entire world has been thrown.

Gerard Smyth: Isolation

Bunched together like a gathering tribe
the daffodils rise again and there are signs
of sun behind the clouds.
We still have bread and books
and songs to keep the radio alive.
A note through the door is a kind surprise
and birds on the branches
of the trees outside stay up late.
The mornings are not so dark,
the internet takes us to the works of art,
tunes us in to Debussy or Paul Simon,
brings us close to the faraway country
where loved ones are.
A kite above someone’s back garden
rises and dips and gives a moment of joy
to a face in the window of isolation.
March 17th-19th, 2020

In stark contrast to the click-track recordings painstakingly assembled by some ensembles, “Isolation” has been written to be performed live online, using the lagging and glitching to create chords and clusters from simple melodies.

Choirs across the world are unable to meet and sing together. Many have been able to continue to rehearse in some form using videoconferencing software like Zoom, but technological limitations make singing together, or even hearing everyone at the same time all but impossible.

“Isolation” takes these limitations and turns them into integral necessities for a successful performance.

Join the livestream of the online world premiere of “Isolation” by Philip Lawton here:
https://youtu.be/ethunq6oAA8 oder https://kurzelinks.de/h32n

Johannes-Passion abgesagt

Angesichts der Entwicklungen rund um Covid-19 sind die Konzerte am 28. und 29. März 2020 in der Heilig-Kreuz-Kirche abgesagt.

Die Konzerte sollen am Wochenende 13./14. März 2021 nachgeholt werden.

Bach/Schumann: Johannes-Passion – ABGESAGT!

Konzerte am 28. März 2020, 19 Uhr und 29. März 2020, 17 Uhr
in der Heilig-Kreuz-Kirche Berlin-Kreuzberg

Die Johannes-Passion erklingt in romantischem Klanggewand nach der Fassung Robert Schumanns. Die Aufführung wird den gesamten Kirchenraum und auch die historische Hook-Orgel (1870/71) in ihrem 150. Jubiläumsjahr einbeziehen – seien Sie gespannt auf die Musik Bachs in einer ungewöhnlichen Hörerfahrung!

Neben der Kantorei Passion singen der Jugendchor der Kreuzberger Kurrende, der Kapellchor des Staats- und Domchores und folgende Solist*innen:
Antje Rux – Sopran
Franziska Markowitsch – Alt
Volker Arndt – Tenor
Manuel Nickert – Jesusworte
Matthias Jahrmärker – Bariton
Es spielt das Orchester Aris und Aulis auf Instrumenten des 19. Jahrhunderts, an der Hook-Orgel: Johannes Lang.
Leitung: Johannes Stolte

Eintritt: 20€/ Geringverdienende 15€. Unter 30 Jahren an der Abendkasse (nach Verfügbarkeit): 5 Euro
Online-VVK (zzgl. Gebühren): http://bit.ly/2tLWr9q

Kammerchor sucht Männerstimmen

Der Kammerchor Passion sucht für sein aktuelles Projekt, bei Interesse gern auch längerfristig, chorerfahrene Tenöre und Bässe. Das Konzertwochenende ist am 16./17. Mai 2020 in der Heilig-Kreuz-Kirche Kreuzberg, Proben immer dienstags von 20-22 Uhr in der Nostitzstr. 6/7 sowie an den Samstagen 14.3. und 9.5. ab 14 Uhr.

Auf dem Programm stehen u.a. die doppelchörige Messe von Mendelssohn, Södermans Geistliche Gesänge und amerikanische a cappella-Musik von Lauridsen und Muhly.

Kontakt über Johannes Stolte: j.stolte@heiligkreuzpassion.de

“Nacht und Licht” – Kammerchorkonzert zum Advent

Der Kammerchor Passion bringt am 15. Dezember um 17 Uhr in der Passionskirche ein Adventsprogramm mit Chor- und Orgelmusik zur Aufführung, das sich dem Dualismus von Licht und Dunkelheit in allen Facetten widmet. Der Weihnachtstermin liegt nicht zufällig nahe der Wintersonnenwende, die schon weit in vorchristlichen Zeiten gefeiert wurde und den Menschen seit jeher die Hoffnung gibt, dass kein Dunkel ewig währt. Die Erfahrungen des schwindenden und wiederkehrenden Lichts finden einen vielfältigen Widerhall in christlicher Spiritualität, Texten und Musik. Insbesondere in Skandinavien und dem Baltikum, wo dieser Wechsel durch die geographische Lage besonders spürbar ist, nehmen Traditionen und künstlerische Verarbeitungen rund um das Licht einen großen Raum ein. Ein weiterer Deutungsstrang führt in die orthodoxe Liturgie, in der Lichtriten wichtiger Bestandteil sind, man denke etwa an die Feier der Osternacht in der Jerusalemer Grabeskirche. Es erklingen Chorwerke aus diesen verschiedenen Klangräumen, ergänzt durch Orgelkompositionen von J.S. Bach, D. Buxtehude, Erkki-Sven Tüür und Sofia Gubaidulina.

Der Eintritt ist frei, eine Spende am Ausgang wird erbeten.

2x Magnificat und Krönungsmesse

Für den erkrankten Philipp Jekal ist Martin Backhaus kurzfristig als Bariton eingesprungen.

Am 8. Dezember 2019 um 17 Uhr (Heilig-Kreuz-Kirche, Zossener Str. 65) singt die Kantorei Passion das Magnificat von Carl Philipp Emanuel Bach und die Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart.
Der zweite Sohn J.S. Bachs hat sein Magnificat 1749 wahrscheinlich als Bewerbungsmusik für die Thomaskirche in Leipzig geschrieben, das Werk aber auch später immer wieder zur Hand genommen und für wechselnde Aufführungsbedingungen bearbeitet. Bedeutsam ist vor allem das Konzert 1786 in Hamburg, wo er sein Magnificat mit dem Credo aus der h-Moll-Messe seines Vaters und Auszügen aus Händels Messias aufgeführt hat. Offenbar hat er sich in die Tradition seiner Elterngeneration gestellt, auch wenn er stilistisch ganz neue Wege beschritt: Die Musik sprüht vor mitreißenden Einfällen und sucht die Extreme, etwa wenn der Ruf nach dem Erbarmen Gottes den Chor in höchste Lagen führt oder wenn das kleine Wort „Amen“ in eine 181 Takte lange Schlussfuge mündet.

W.A. Mozart verehrte J.S. Bach und seine Söhne sehr und kannte ihre Werke gut. Seine „Krönungsmesse“ entstand für einen Festgottesdienst in Salzburg, möglicherweise in der Tat zur Krönung eines weltlichen Herrschers, wo der Gottesdienst einen engen zeitlichen Rahmen hatte. Die Musik ist daher bei aller Prachtentfaltung sehr komprimiert und besticht durch typisch Mozartschen Ideenreichtum und formale Geschlossenheit. Kern der Vertonung ist das Credo, in dem wiederum die Menschwerdung Gottes besonderen Raum einnimmt – insofern schließt sich hier der Bogen zur Verheißung des Magnificats, in dem die Geburt des Heilands angekündigt wird.

Kontrastiert werden die beiden Werke durch ein Magnificat von Dieter Schnebel (1930-2018), der den revolutionären, politischen Impetus des Textes unmittelbar in Klänge zu übersetzen versucht. Gregorianische Gesänge werden durch Cluster- und Schlagzeugklänge begleitet und verfremdet, zarte Farben stehen schroff neben einem Aufschrei über die Ungerechtigkeit in der Welt. Auch wenn das Stück bereits in den 1990er Jahren entstanden ist, sah Schnebel dessen Aktualität durch die Situation der Flüchtlinge an den Grenzen und innerhalb Europas bestätigt.

Ein Adventskonzert also, in dem neben Vorfreude und weihnachtlichem Glanz auch die Klage über den Zustand der Welt Platz finden soll, das die Weihnachtsbotschaft „Friede auf Erden!“ umso dringender werden lässt.
Karten zu 20€/erm. 15€ (unter 30 Jahren: 5€) gibt es am Konzerttag ab 16.15 Uhr an der Abendkasse.

Weitere Informationen hier: